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Verhaltenstherapie

Es ist nicht einfach die Verhaltenstherapie in wenigen Worten zu beschreiben, da sie sich als multimodale Therapieform versteht. Sie ist eine methodenoffene Form der Psychotherapie, welche sich immer wieder neuen und gut erforschten Therapieformen öffnet. So konzentriert sie sich neben dem ursprünglichen Fokus auf Verhalten auch auf die Aspekte Emotionen, Kognitionen (Gefühle, Gedanken, Einstellungen) und körperliche Veränderungen. In der Verhaltenstherapie wird im Hier und Jetzt an den konkreten Verhaltensweisen gearbeitet - darüber hinaus ist aber auch der Rückblick in die Vergangenheit und ggf. die Bearbeitung entsprechender Erinnerungen oder Erfahrungen ein Bestandteil der Therapie. 

Während der Verhaltenstherapie wird immer wieder mit den PatientInnen gemeinsam auf deren Therapieziele geschaut, denn die transparente und gemeinsame Definition von klaren Therapiezielen ist ein wesentlicher Punkt. Sie erlaubt zudem die Beurteilung hinsichtlich der Effektivität der Therapie.

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit zur Selbststeuerung, Selbstregulation und Selbstreflexion besitzt. 

Entsprechend ist jede Verhaltenstherapie auf den/die jeweilige PatientIn zugeschnitten und bedarf in jedem Fall die Mitarbeit der Betroffenen.

Ziel ist es die Betroffenen mithilfe eines erarbeiteten eigenen "Werkzeugkoffers" zu Experten für sich selbst zu machen. 

 

Unabhängig von der Therapieform ist jedoch die Beziehungsgestaltung ​einer der wichtigsten Faktoren in der Therapie  - mir ist es sehr wichtig hier eine Basis von gegenseitigem Vertrauen, Wertschätzung und Empathie aufzubauen.

Multimodal

Die Verhaltenstherapie hat in den letzten Jahrzehnten ihr Repertoire an Therapietools stetig erweitert. Dazu zählen u.a. Schematherapie, achtsamkeitsbasierte Therapieformen wie DBT, Kognitions- und emotionsfokussierte Methode u.a. nach Beck,  ACT,  SKT und vieles mehr.

Maßgeschneidert

Es gilt aus dieser Vielzahl an Methoden und Zugängen die richtigen und passenden für den/die jeweilige/n Betroffene/n auszuwählen. Dies orientiert sich sowohl an der Problemstellung, der Diagnose, und der Vorgeschichte, als auch an den individuellen Zielen. Der/Die PatientIn ist zu jedem Zeitpunkt vollständig über den Einsatz der Methoden und der Therapieplanung informiert.

Gegenwart und Vergangenheit

Zusätzlich zu der Bearbeitung von Themenstellungen und Verhaltensänderungen im Hier und Jetzt, werden wir uns in dieser Therapieform Ihrer Geschichte, Ihren Erinnerungen und Erlebnissen widmen und diese ganzheitlich in die Therapie mit einbeziehen.

Kognition/Emotion/Verhalten/Körper

Während der Verhaltenstherapie widmen wir uns nicht nur den individuellen Verhaltensweisen, welche Sie möglicherweise verändern möchten (Ängste, Zwänge...),  sondern auch den Gedanken, Gefühlen und Einstellungen dahinter. Oftmals sind diese gar nicht unbedingt bewusst, sondern latent und fühlen sich an, als wären sie schon immer da.

Wissenschaftlich validiert

Eine wesentliche Eigenschaft der Verhaltenstherapie ist ihre wissenschaftliche Validierung und Offenheit gegenüber der Forschung. Entsprechend finden sich zahlreiche Belege der einzelnen Therapieformen für verschiedene Krankheitsbilder in der wissenschaftlichen Fachliteratur. Unter anderen gilt sie als Psychotherapie der 1. Wahl bei der Behandlung von Zwangsstörungen und Zwangsspektrumsstörungen. Darüberhinaus wird sie bei weitgehend allen ICD10 Diagnosen empfohlen.

Offen für Weiterentwicklung

Die Verhaltenstherapie versteht sich als offen für weitere Entwicklungen. So wurde in der Vergangenheit neben den emotions- und kognitionsfokussierten Methoden die achtsamkeitsbassierten Therapieformen, das Biofeedback und die Schematherapie aufgenommen. Neuste Entwicklungen gehen in die Richtung der Integration von Virtual Reality in die Therapie - dies verspricht laut internationalen Studien insbesondere großen Erfolg bei der Behandlung von Angststörungen.

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